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Kampagne

Wir suchen Botschafterinnen und Botschafter

Machen Sie mit und unterstützen Sie die SAVE ME-Kampagne und tragen Sie sich bitte hier als SAVE ME-Botschafter bzw. SAVE ME-Botschafterin ein. BotschafterInnen machen öffentlich, dass sie eine andere Flüchtlingspolitik befürworten. Eine Politik, die sich gegen Ausgrenzung, Abschottung und Anfeindungen von Flüchtlingen wendet und den Schutz von Flüchtlingen zum Ziel hat. Diese Unterstützung ist vorerst symbolisch. BotschafterInnen werben mit Ihrem Namen und Ihrem Gesicht auf der SAVE ME-Kampagnenseite für die Idee und bezeugen, dass sie die Aufnahme von Flüchtlingen in Krefeld befürworten.

SAVE ME-BotschafterInnen  bereiten ein herzliches Willkommen. Sie sich zudem bereit, die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Sie gehen damit keine finanzielle Verpflichtung ein, sondern helfen im Rahmen ihrer Möglichtkeiten aktiv mit den Ankommenden den Start in Krefeld zu vereinfachen. Dieses persönliche Willkommen kann im Rahmen der wöchentlichen Teestube in der Unterkunft stattfinden oder aus der praktischen Hilfe bei der Wohnungssuche, der Unterstützung bei Hausaufgaben und Deutschlernen oder aus gemeinsamen Stadtrundgängen und Ausflügen bestehen. Wir können sowohl BotschafterInnen brauchen, die regelmäßig aktiv sind, als auch solche, die nur ab und zu mithelfen. Langfristig soll jede Familie ihre eigene Botschafterin/ihren eigenen Botschafter bekommen, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Wenn aus der Patenschaft ein längerfristiger Kontakt entstehen sollte, ist das natürlich schön. SAVE ME-BotschafterInnen werden von der SAVE ME-Kampagne dabei unterstützt.

 

Worum geht es?

Mit der öffentlichen Unterstützung der Save-me Kampagne soll das Bekenntnis zu einer anderen Flüchtlingspolitik von möglichst vielen Botschafterinnen und Botschaftern getragen werden. Mit der kontinuierlichen Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten könnte eine Wende in der bisherigen restriktiven bundesdeutschen und europäischen Flüchtlingspolitik erreicht werden. Resettlement ist nicht die Generallösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik, aber sie ist ein wichtiger Teil davon. Auch kann und darf es das Asylrecht nicht ersetzen, sondern soll es ergänzen.

 

Warum?

Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest. Wir fordern, Flüchtlinge aus den schwierigen Verhältnissen in den Erstaufnahmestaaten heraus nach Deutschland zu holen.
Seit vielen Jahren stellen Staaten wie die USA, Kanada, Schweden, Dänemark oder die Niederlande jährliche Quoten für eine solche Aufnahme von Flüchtlingen, "Resettlement" genannt, bereit. Deutschland ist bislang noch kein Resettlementstaat. Dennoch hat auch die Bundesrepublik im Laufe ihrer Geschichte mehrfach auch große Gruppen von Flüchtlingen aufgenommen, wenn auch teilweise unter problematischen Bedingungen. Ende der 1970er Jahre fanden zum Beispiel 26.000 vietnamesische Boatpeople dauerhaft Sicherheit durch die Aufnahme in Deutschland. 1999 wurden vorübergehend 10.000 Frauen und Kinder aus dem Kosovo ausgeflogen und nach Deutschland gebracht.
Deutschland sollte sich am internationalen Flüchtlingsschutz verantwortungsvoll und konsequent beteiligen und Flüchtlinge regelmäßig aufnehmen. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind vorhanden und Platz für Flüchtlinge ist – in Zeiten funktionierender Abschottung und zurückgehender Zuzugszahlen – genug da.

 

Was ist Resettlement?

Wer aus begründeter Angst vor Verfolgung sein Herkunftsland verlässt, braucht nicht nur unmittelbaren Schutz vor Zurückweisung, sondern auch die Möglichkeit, menschenwürdig zu leben - und eine Zukunftsperspektive. Auf der Grundlage dieser Überlegung ist das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) von der UN-Generalversammlung damit beauftragt worden, „Dauerlösungen für Flüchtlingsprobleme zu finden“.

Eine solche Lösung kann, wenn sich die Verhältnisse geändert haben, in der freiwilligen Rückkehr ins Herkunftsland liegen. Eine Dauerlösung kann auch die Eingliederung von Flüchtlingen in die neue staatliche Gemeinschaft des Zufluchtslands sein. Eine dritte Möglichkeit, für Flüchtlinge eine Zukunftsperspektive zu schaffen, ist ihre "Neuansiedlung", auch "Resettlement" genannt. Damit ist gemeint: die Ausreise von Flüchtlingen aus dem Zufluchtsstaat und ihre dauerhafte Aufnahme und Integration in einem aufnahmebereiten Staat.